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Direkte URLs zu Bildern können zur Abmahnfalle werden

Datum: 01. April 2017

Es kann zu einem Rechtsverstoß kommen, wenn man ein Bild auf einer Webseite auch ohne Vereinbarten Hinweis zum Urheber trotz korrekter Lizenzierung aufrufbar macht. So hat das Landgericht Köln in einem Zivilverfahren in erster Instanz entschieden.

Jeder kennt diese Situation: man surft im Internet und findet auf einer Webseite ein Bild welches man gerne auf seinem Computer speichern möchte. Meistens genügt ein Klick mit der rechten Maustaste oder der Browser bietet durch Erweiterungen solche Möglichkeiten direkt an.

Wer jedoch einfach so ein Bild speicher - kopiert, kann u.U. gegen das Urheberrecht verstoßen. Dies hat das Landgericht Köln am 30. Januar 2014 entschieden. Das Urteil mit dem Aktenzeichen 14 O 427/13 ist noch nicht veröffentlicht, das Bestatterweblog berichtet jedoch in Auszügen davon.

Der Prozess entstand aus einem Vorgarng, bei dem ein Fotograf seine Bilder über Pixelio vertreibt, eine Einstweilige Verfügung gegen einen Blogger erwirkt.

Wer Bilder auf seiner Webseite verlinkt, also von einer anderen Webseite auf seiner eigegen anzeigt, muss sich vorher mit dem Rechteinhaber einigen. Es genügt nicht immer, nur die Quelle und den Urheber als Quelle anzugeben. Selbst auf Bilder-Portalen muss man die AGBs genau beachten.
Wie man sich jeddoch dagegen wehren kann bleibt offen. Selbst JavaScripte, die einen Rechtsklick unterbinden, kann man leicht umgehen (indem man JavaScript im Browser deaktiviert) oder Erweiterungen für den Browser installiert, die alle Bilder einer Webseite automatisch sammeln und lokal abspeichern.

Wenn Sie selber eigene Bilder ins Netz stellen und bemerken, daß jemand Ihre Bilder ohne Ihr Wissen benutzt, sollten Sie ggf. handeln. Je nachdem um was es sich für Bilder handelt, sollten Sie einen Anwalt kontaktieren.
Wenn Sie jedoch Bilder von freien Quellen verwenden, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.

 

 

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